Nachgefragt

Pernilla Landqvist im Gespräch

Wie beschreibst du deinen Zugang zur Rhythmik?

Rhythmik ist ein wundervoller Schatz und Bereicherung für mich als Künstlerin, um die Musik in den verschiedenen musikalischen Prozessen zu verstehen, zu interpretieren und zu erfassen.

Was ist für dich das Besondere bei der rhythmischen Arbeit?

In meiner künstlerischen als wohl pädagogischen Arbeit ermöglicht mir die Methode der Rhythmik die Musik in Bewegung tiefgreifend zu erleben, zu interpretieren und zu choreographieren und im Raum sichtbar zu machen. 

Die Lerninhalte haben durch die motorischen Aktivitäten eine Wechselwirkung auf Körper und Geist, die den sensorischen und emotionalen Prozess positiv anregen und der Persönlichkeit bereichern.

Von Melodien und Rhythmen, Klängen und Geräuschen entspringt ein Fundament von Erfahrungen im sozialen Miteinander.

Die musikalischen und tänzerische Improvisationen der Rhythmik fördern die individuellen, spontanen und lebendigen Impulse in der kreativen Entwicklung und stehen für eine ganzheitliche musikalische Tätigkeit.

In welchen Arbeitsfeldern bist du aktuell tätig?

Freiberuflich bin ich als Opernsängerin und Musikpädagogin tätig, samt einer Festanstellung an der Musikschule Unterhaching in München für Krippen, Kindergärten und Schulen. Weiterhin erteile ich privat Stimmbildung, Klavierunterricht und Workshops für Kinder und Jugendlichen, Fortbildungen für Lehrkräfte in Kindergärten und Schulen. In der Schwedischen Schule München arbeite ich als Lehrerin für Muttersprachlichen Unterricht. 

Neu dazu kommen Kurse für Schwangere Frauen, Singing in Englisch und Kurse für werdende Eltern, denen ein ganzheitliches, musikalisches und pädagogisches Konzept geboten wird.

Nachwuchsförderung als Mitglied der Jury von „Jugend Musiziert“ in Augsburg ist mir ein Anlegen und bereitet mir große Freude.

Ansonsten arbeite ich mit verschiedenen Künstler:innen und Ensemble in München, Dresden und Stockholm zusammen und trete regelmäßig mit Klaviertrio, Streichquartett und Orchester auf.

Mit welcher Alters– und Zielgruppe arbeitest du überwiegend?

Die Alters – und Zielgruppen wechseln sich, je nach Arbeitsaufgabe, stetig während des Jahres. Konstant leite ich Kindergruppen als Musikpädagogin in Krippen, Kindergärten und Schulen in München im Alter von 0-12 Jahren, samt privat Unterricht in Stimmbildung und Klavier.

Zeitweise bin ich unterwegs mit musikalischen Projekten in Münchner Schulen, sowie: 1. Klasse mit dem Märchen „Schneewittchen“, 2. Klasse das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“, 3. Klasse „Karneval der Tiere“ und in der 4. Klasse mit „Die Zauberflöte“.

Welche Elemente und Leitlinien spiegeln dich und deine Arbeit wieder?

Meinen Mitmenschen möchte ich durch die Musik Hoffnung, Energie und Erholung schenken. Ich denke man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen und hinsehen, zuhören und mitfühlen. Das ist die Melodie, die jedes Herz erweicht und für eine vielseitige wie auch nachhaltige Bereicherung der Kraft- und Lebensfreude sorgt.

Wofür möchtest du gerne gesehen und angesprochen werden?

Als Inspirationsquelle möchte ich für Klein und Groß tätig sein und als Musikerin gesehen werden, die für Menschen ansteckend, begeisternd und ermutigend wirkt. Ich möchte die Menschen anregen Neues zu probieren und mit Gelassenheit dem Leben zu begegnen.

Ich freue mich auf jede Art von Begegnungen, Zusammenarbeit und Projekte.

Was möchtest du gern ins Leben rufen?

Begegnungsmöglichkeiten von verschieden Kulturen schaffen, um Offenheit für neues und Zusammenhalt in der Gesellschaft zu erhalten, ein friedliches Miteinander und Füreinander sorgen durch Musikprojekte.